Kalahari Surfers live
Autonomes Kulturzentrum Würzburg (AKW), Germany, 14.04.1987,
feat. Alig Fodder (keyboards, guitar), Warrick Sony (vocals, guitar, trombone), Mick Hobbs (bass), Chris Cutler (drums)
Mit ‘Würzburg’ getaggte Artikel
Living In The Heart Of The Beast
Mai 15, 2013Kantstraße
Dezember 30, 2012
Kantstraße, Würzburg, 26.12.2012
The Constant Rise Of Expectations
Dezember 29, 2012
Various: The Constant Rise Of Expectations
(CDr, Klappstuhl International / Drone Records, SP 003)
Klappstuhl wurde bereits 1986 von 69 N+F als Cassetten-Label gegründet und hat damals schon interessante bis wunderbare Zusammenstellungen und Werke einzelner Künstler zwischen Elektronik und Gitarrenmusik veröffentlicht. Im Sommer 2012 erschien nun nach längerer Pause die Compilation “The Constant Rise Of Expectations”, eine CDr bis zum Rand gefüllt mit 15 Stücken, meist bisher unveröffentlichte Aufnahmen oder Versionen. Mr.Concept, einer meiner Lieblings-Cassettentäter, der aber auch eine LP für Cordelia Records aufgenommen hat, ist hier ebenso vertreten wie Martin Newell (ex Cleaners From Venus), der mit seinem Lied zwischen den ansonsten eher elektronisch bis noisy orientieren Beiträgen einen Kontrapunkt setzt. Das harsche Frequenzrauschen am Beginn des Tracks von 9 Cento 9 stimmt diesen Sampler ein. Gerstein, eine Band, die man von früher vielleicht noch kennt, kommt mit einem fast schon synthiepopesken Instrumental daher. Mik@ steuert minimale Elektronik bei und F-Space lässt es während einer Live-Aufnahme herrlich krachen. Dann gibt es u.a. noch eher ambiente Tracks mit und ohne O-Ton-Einspielungen zu hören. Alle Beteiligten namentlich zu erwähnen würde zu weit führen.
Hier hat man es mit einer optimal zusammengestellten und auch ordentlich gemasterten Compilation ohne Ausfälle zu tun (da macht es Spaß, wiedermal richtige Kopfhörer zu benutzen). Man merkt, dass diese Musiken dem Herausgeber dieser CDr persönlich am Herzen liegen.
Gewidmet wurde diese Veröffentlichung übrigens der 2007 verstorbenen Sängerin Lydia Tomkiw von Algebra Suicide.
GZ,
03.10.2012
Geschrieben für Bad Alchemy 75,
erschienen im Herbst 2012
10.15 edit V
November 21, 2012Zwischen den Orten
Juni 17, 2012UFO
Mai 22, 2012Vier Männer und ein Pokerspiel
April 17, 2012DREIDIMENSIONAL – Vier Männer und ein Pokerspiel
(C45, Schuldige Scheitel Tapes, sch-sch 003, 1983)
Ein neues Jahr, ein neues Tape von DREIDIMENSIONAL (das zweite). Zur Cassette gibts ein nettes Beiheft mit Comic und sonstigem, beides auf ein besprühtes Pappstück aufgeklebt; nett gemacht.
DREIDIMENSIONAL sind vier junge Jungs aus Berlin. Ihr erstes Tape (“Der kulturbefördernde Füll”) klang noch ziemlich dilettantisch, “Vier Männer und ein Pokerspiel” ist nicht mehr so kaputt/chaotisch; ist direkt schon fast perfekt und schön geraten. 12 Songs gibts da, davon konnte man “Fleißig sein” und “Nur besoffen” schon auf dem 2. und 3. Irresampler hören.
Am Anfang ihrer neuen Cassette wird man gleich mit einem kurzem, funkigem Stück verwöhnt, das in synthetischem Geblubber sein Ende findet. Aber später gibts dann auch noch einen punkigen Song, mit 95 Sekunden der kürzeste. Im allgemeinen ist DREIDIMENSIONALs Musik eigentlich ‘schön’ ausgefallen. Vor allem, wenn die Woolworthorgel ertönt. Und überhaupt. Bei “Auf dem Weg nach Landshut” gefällt mir die Gitarre so gut. Das schönste und längste Lied ist das letzte; da paßt irgendwie alles zusammen. Orgel/Bass/Gitarre/Gesang. wow! Auch genial gelungen ist ihre Version von “My bonnie is over the ocean”, dem sie den nötigen Schwung zum Stimmungshit verschaffen.
Kaputt und dilettantisch ist DREIDIMENSIONAL echt nicht mehr. Ich hoff nur, daß sie in Zukunft dann nicht total und zu schön werden; das kann nämlich gefährlich werden. Schön ist nur, wenns nicht zu schön wird. Und das schafft DREIDIMENSIONAL ziemlich gut. Also mir gefällt dieses Tape absolut gut (kaufen!!).
Zu haben bei Schuldige Scheitel Tapes / Mirkotz Krüger, Adresse auf Seite 19!
dom
Dieser Text stammt ebenfalls aus dem 3. Heft des Würzburger Fanzines Oi Oi Oi! (später 10.15 bzw. 10.16 Megazine), erschienen am 28. Februar 1984. Urheber: Guido Zimmermann
Kompositionen für einen, zwei oder mehrere Töne
April 13, 2012WEBER & SCHUSTER: “…spielen Frank Weghardt”
(7″EP, MultiPopProd., 1990)
Bisher waren mir Weber & Schuster zwar keine Unbekannten, aber so richtig kennengelernt habe ich sie erst durch diese Veröffentlichung. Auf mein Interesse stieß ihre bisherige Entwicklung immer (was natürlich auch am 10.16 lag), aber leider ist ihr Ruhm noch nicht bis nach Bärlin gedrungen, so daß ich immer noch einem ihrer Auftritte entgegenfiebern muß.
Die Musik dieser Single kann eine gewisse Seelenverwandtschaft zur Tödlichen Doris nicht verleugnen, und auch der ‘Schule der tödlichen Doris’ (wie die Einzelmitglieder jetzt firmieren) würde diese Scheibe nicht schlecht zu Gesicht stehen. Im Gegensatz zur Doris wird hier allerdings rein instrumental vorgegangen, was den Reiz aber überhaupt nicht schmälert. Sieben kleine musikalische Miniaturen betören so das Ohr. Aber das reichliche Textbegleitmaterial (die Platte ist in einem beidseitig bedruckten DinA3-Bogen verpackt) macht den Hörgenuß kurzweilig. Mir ist nur schleierhaft, warum Schuster & Weber sich Frank Weghardt als Komponisten erkoren, denn nach seiner abgedruckten Biographie stößt er mich eher ab. Aber man muß ja nicht alles wissen!
Edi Roger
Dieser Text stammt aus Edit 15 des 10.16 Megazine, erschienen im Sommer 1990 in Würzburg.
Die Tödliche Doris, ernster als sonst
März 27, 2012Die Tödliche Doris (siehe auch Titelseite) ernster als
Sonst:
Als hätte die tödliche Doris geahnt, daß es für die Leser unserer Zeitung sicherlich langweilig ist, wenn sie auf unsere (obskuren. dummen. gewollt ausgefallenen) Fragen genauso lustig/gewollt originell antworten wie der PLAN, haben sie etwas Ernst/Ehrlichkeit an den Tag gelegt. (Oder waren sie bloß zu faul, sich mehr auszudenken??) Wahrscheinlich liegt es daran, daß sich die tödliche Doris nicht berechnen lässt. So auch ihre Puppenschallplatte: Ein nachdenklicher, geradezu mystischer Roman, in dem mehrere Phrasen immer wieder an nichtvorhersehbarer Stelle wiederholt werden, und eben diese Phrasen werden auf den acht Schallplatten (je eine min. Spieldauer) gesungen, von Chören und Solisten, ganz ohne Instrumenttalbegleitung. Der Sound ist miserabel, der Kauf des acht-Platten-Sets (samt Plattenspieler und dem Kurzroman, für 34.–) lohnt sich sicherlich nicht, aber wenn man es erst einmal besitzt, ist es bisweilen faszinierend. Ein archaischer Musikgenuß. Geradezu humorlos, stattdessen präzise und unkonventionelle Wortkombinationen. Am besten lässt sich der Eindruck des kombinierten Musik-Romanwerkes durch ein Zitat aus des dem Fanzine Student Pago Info (5/84) beschreiben:.. man ahnt den tiefen Sinn der Worte, ohne ihn zu verstehen.
Chöre & Soli lässt ahnen!
SPI fragt: (Unter anderem)
Wie heißt ihr mit richtigem Namen? Wer ist für was zuständig (Instrumenteverteilung, Texte)?
Wie alt seid ihr? Wie lange lebt ihr schon in Berlin? (schon immer?)
Haltet ihr es für euch und eure Musik für wichtig in einer Metropole zu wohnen?
Was habt ihr gemacht, bevor es die tödliche Doris gab?
Wie unterscheidet ihr euch von anderen Menschen? Was hindert euch am Selbstmord? Warum veröffentlicht ihr eure
Saudumme Frage: Was bezweckt ihr mit eurem musizieren und sonstigem Wirken? Gebt ihr oft Konzerte? Wo und wann? Würdet ihr euch als berühmt bezeichnen? (Wenn ja, lohnt es sich berühmt zu sein?) Wodurch verdient ihr Geld? Habt ihr außer Musik und Frauen andere vitale Interessen? Wo wollt ihr im Sommer Urlaub machen?
Platz für Ergänzungen oder graph. Erläuterungen: Natürlich könnt ihr auch beliebig viele Zettel beilegen und überhaupt sind wir für jeden Mist dankbar!)
Die tödliche Doris antwortet: (Unter anderem)
Fragebogenbeantwortung für STUDENT POGO INFO
Käthe Kruse/Nikolaus Utermöhlen/Wolfgang Müller/(Tabea Blumenschein)/
Sie kommen aus Bünde, Konstanz, Wolfsburg, Würzburg und leben verschieden lange in Berlin. Inzwischen halten sie es nicht mehr für so wichtig, in einer Metropole zu wohnen. Auch glauben sie, daß sie sich immer weniger von anderen Menschen unterscheiden, die sich dabei ja auch nicht umbringen.
Die berühmten 4 haben schon an die 30 Konzerte im Laufe von 3 Jahren gegeben, sicher nicht nur mit Musik und Frauen, sondern auch mit anderen vitalenn Interessen ihr Geld verdient. Im Sommer 1984 werden sie vielleicht in der Umgebung Basel sein.
Natürlich ist damit noch lange nichts bezweckt, musiziert oder sonstig gewirkt. So sind sie immer dankbar für Anregungen, Kritik und beliebig viele Zettel.
Lesen kann man sie überall und alles. Wie „Chöre & Soli auch hören“
Neuere & Neueste Aktivitäten
“Die tödliche Doris informiert: Pressestimmen 81/82″
Poster, Berlin/ Eigenproduktion
“Tour 83″
Konzerte in: Kopenhagen, Wien “Töne & Gegentöne”, Hamburg „wildes Kino”, Frankfurt/Harmonie, Villingen-Schwenningen/ Zirkuszelt, München/Werkstattkino
“Die tödliche Doris auf Helgoland”
Reiseveranstaltung und Konzert Helgoland
“Chöre & Soli”
8 Miniphon Platten mit Abspielgerät, Berlin/gelbe Musik, Düsseldorf/pure freude
1984
“Chöre & Soli – live”
Konzert im Rahmen der H. Szeemann Ausstellung “Der Hang zum Gesamtkunstwerk”,
Sylvesternacht im Berliner Delphi-Kino.
“Tapete”
28-minütiger S8-Film in Breitleinwandformat
“30min. Kavaliere”
Konzert beim 4. 0snabrücker Experimentalfilm-Workshop
“Samplerbeitrag auf Dave Henderson (SOUNDS, England) LP”, London
“Die Tödliche Doris in THE KITCHEN”, NYC
Konzert in New York
“Die Tödliche Doris in TUBE”,
Beitrag für die englische Popsendung auf canal 4, London
Dieser Texte stammt aus dem Ochsenfurter Fanzine Student Pogo Info, erster Jahrgang, Heft 7, August 1984 und wurde von Ralf C. Schuster verurhebert.
Digitalisiert und minimalinversiv editiert von Guido Zimmermann.
Unbedingt das Original-Layout begutachten! Hier als PDF:
Student Pogo Info_7_1984_Die Toedliche Doris
Filmvorschau
März 20, 2012Meine Auswahl für das 38. Filmwochenende Würzburg,
Cinemaxx und Kino Central, 22. bis 25. März 2012
Am kommenden Donnerstag beginnt das Filmwochenende Würzburg. Diesmal bin ich wieder dabei und habe schonmal meine willkürliche Vorab-Aufwahl getroffen. Nach dem Zappen durch eine Playlist mit 56 Trailern habe ich mir folgende Filme notiert:
Do it again
Dokumentarfilm über einen Typen, der versucht The Kinks wieder zusammenzubringen…
Donnerstag 22. März 2012, 20:30 Uhr
Sonntag 25. März 2012, 11:00 Uhr
Extraterrestre
Julia, Julio und Aliens…?
Donnerstag 22. März 2012, 22:15 Uhr
Samstag 24. März 2012, 23:15 Uhr
Gruselkurzfilm, u.a. gedreht in Würzburg, Werneck und Unterpleichfeld…
Freitag 23. März 2012, 16:45 Uhr
Sonderveranstaltung – Eintritt frei
Trieb und Treibstoff…?
In der taz war darüber zu lesen:
Blaxploitation im Kongo
Freitag 23. März 2012, 23:15 Uhr
Samstag 24. März 2012, 19:00 Uhr
Louisa
Dokumentarfilm über eine 23-jährige Frau, die ihr Gehör verloren hat…
Samstag 24. März 2012, 17:15 Uhr
Sonntag 25. März 2012, 11:00 Uhr
Work Hard – Play Hard
Dokumentarfilm über die schöne neue Arbeitswelt…
Samstag 24. März 2012, 20:45 Uhr
Sonntag 25. März 2012, 11:00 Uhr
Das Cafe Cairo zeigt übrigens im Rahmenprogramm noch ein paar Musikfilme (im bei Coworking eingerichteten Festivaltreff in der Veitshöchheimer Straße 14). Darunter der Dokumentarfilm “Music from the Moon”, der auch schon auf dem Unerhört! Musikfilmfestival 2011 in Hamburg lief.
(Alle Terminangaben sind natürlich wie immer ohne Gewehr!)










