Transparenter Journalismus

Manche Blattmacher scheinen ziemlich dreist und faul zu sein. Da kann es schon mal passieren, dass man in einer Stadtillustrierten auf eine Doppelseite stößt, auf der links zwei Vorankündigungen zu finden sind und rechts die Anzeigen dazu. Im redaktionellen Teil werden exakt die gleichen Bildmotive verwendet wie in den beiden Werbeanzeigen. Okay, dass es einen Zusammenhang zwischen bezahlter Werbung und redaktionell hervorgehobenen Beiträgen gibt ist ein alter Hut. Aber muss man es denn so offensichtlich machen? Hält man seine Leser für so doof, dass man sich keine Mühe mehr machen muss, die Anzeigen ein wenig besser im Heft zu verteilen? Rechnet man gar damit, dass sich eh keiner für Theater interessiert? Oder war man schlicht zu faul nach alternativem Bildmaterial zu suchen? Als zahlender Leser fühle ich mich hier nicht ernst genommen und sogar etwas beleidigt.

Oben genanntes Beispiel stammt nicht aus irgendeinem provinziellen Gratis-Blättchen sondern aus der aktuellen Ausgabe der Szene Hamburg (Ausgabe Mai 2011, Seiten 50/51). Peinlich!

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