Archive for Juni 2013

Lärmschutz 1990

Juni 28, 2013

KlappeZuLaermWeg

Wer Ende der 1980er bzw. Anfang der 90er Jahre in der Druckindustrie unterwegs war, kennt diesen schwarz-roten Aufkleber vielleicht noch. Die Berufsgenossenschaft Druck und Papierverarbeitung wollte damit für Lärmschutz insbesonderer bei der buchbinderischen Weiterverarbeitung werben. Die Grafik stellt eine Falzmaschine dar, die einen Höllenlärm entwickeln kann, der aber abgedämpft wird, wenn man die Klappen über den Falztaschen schließt.

Aber auch außerhalb der papierverarbeitenden Industrie gilt:
Einfach mal die Klappe halten!

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Zeitgeist Berlin Atonal

Juni 23, 2013

Berlin Atonal

Berlin Atonal versus Zeitgeist Berlin
(gesehen an der Danziger Straße, Ecke Kniprodestraße, 10407 Berlin-Prenzlauer Berg)

Seit ein paar Tagen fahre ich an diesem Berlin Atonal-Plakat vorbei, das außer einem Dutzend Großbuchstaben keine weiteren Informationen enthält. Berlin Atonal, das war doch so ein Festival in den 1980er Jahren, denke ich mir uns radle verwundert weiter. In der Tat wurde dieses Festival 1982 gegründet (von Dimitri Hegemann, Tresor) und fand das letzte Mal 1990 statt. Nun wird es „relaunched“. Ende Juli 2013 werden im Heizkraftwerk Mitte an sechs Tagen Künstler wie Glenn Branca, Frieder Butzmann, Jon Hassell oder Z’EV u.v.m. auftreten.

Das gesamte Programm kann man bei Berlin Atonal direkt begutachten.

Akkordeon Salon Trio

Juni 23, 2013

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Das Akkordeon Salon Orchester als Trio zu Gast im Gelegenheiten e.V., Weserstraße 50, Berlin-Neukölln.
Im Bild: Sophie König, Silvia Kalmutzki und Ralf Schuster.

Spider

Juni 17, 2013

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Spinne mit Spreeblick, gesehen am 17. Juni 2013.

Orangerot

Juni 12, 2013

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Ernst

Juni 8, 2013

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Ernst-Thälmann-Denkmal, Greifswalder Straße, 10405 Berlin-Prenzlauer Berg, 08.06.2013

Coke

Juni 6, 2013

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Rote Lamellen vor Fassade, gesehen an der Spree, Stralauer Allee 4, Berlin-Friedrichshain, 05.06.2013

Schilder

Juni 5, 2013

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Eine Anhäufung von Ersatzhaltestellenschildern, gesehen auf dem hinter dem Parkplatz eines Marken-Discounters in der Conrad-Blenkle-Straße gelegenen „Zentralen Bauhof (Gleisbauhof) Kniprodestraße“ der BVG, Berlin-Prenzlauer Berg, 04.06.2013

Idiot.

Juni 4, 2013

SchusterHetzelIdiot

Wer komponiert, ist ein Idiot.
(Ralf Schuster, Musik-Dokumentation, 15 min., 2013)

Der Autor, Blogger, Musiker und Komponist Stefan Hetzel (*1966) hat seit den 1980er Jahren schon so manches auf die Beine gestellt und auch veröffentlicht – in Fanzines und Zeitschriften, auf Cassette und CD sowie in den unendlichen Weiten dieses Netzes, auch so manches Foto. Beeinflusst u.a. vom (Free) Jazz und Minimal Music improvisiert und komponiert Hetzel gleichermaßen.

Im März 2013 hat nun sein „Kumpel“ und Filmemacher Ralf Schuster ein kurzes Portrait dieses Herren vollführt, das Hetzel in seinem Eibelstädter Musikzimmer zeigt und vor allem seine Art zu  komponieren thematisiert. Heutzutage fröhnt Stefan Hetzel elektronisch generierter sogenannter Neuer Musik, wobei er beim Komponiervorgang sein MIDI-Keyboard in improvisierender Weise nutzt. Diese Arbeitsweise wird von Hetzel eloquent erklärt, auch Einflüsse werden offen gelegt, ebenso die Hoffnung, dass seine Kompositionen durch einen konventionellen kammermusikalischen Klangkörper (KKK) aufgeführt werden, obwohl das eigentlich garnicht nötig ist, da ja längst elektronische Möglichkeiten existieren. Momentan kommt vorwiegend der ePlayer zum Einsatz. Zum Thema Technik und Komponieren werden Ausschnitte aus seinem dreiteiligen Filmessay „Komponieren heute“ in diese Dokumentation eingestreut.

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Schuster und Hetzel bei einer Besprechung in Berlin

Im Film sieht man Stefan Hetzel auf dem Weg zum Bus, bei sich zu Hause, Kaffee trinkend, aber vor allem auf seinem Sofa im Gespräch mit einem Doktor der Musik im Rock’n’Roll-Look (der allerdings nur zweimal als Stichwortgeber ins Bild kommt), in seinem Studio, aber auch mit anderen Musikern in einer Galerie frei improvisierend. Zu hören ist das kammermusikalische Stück „2008“, das durch hypnotische Passagen glänzt. In den Redepausen streift die Kamera durch die Küche, in der nicht experimentiert wird, dafür aber im benachbarten Musikzimmer mit all dem Equipment, philosophische Bücher kommen ins Bild, auch eines über autonome Kunstkritik. Schön auch die sich zur Musik amorph bewegenden Trickfilmfiguren, welche die Handschrift von Ralf Schuster tragen. Im Abspann noch eine Impression der heimischen Mainschifffahrt.

Es gäbe sicherlich noch viel mehr zu erzählen über diesen unterfränkischen Komponisten, dennoch konzentriert sich diese Dokumentation auf das Thema Komponieren und wühlt nicht in der Vergangenheit. Das tut diesem Kurzfilm gut. Es lohnt sich, diesen Typen kennenzulernen. Anschauen!

Der Film von Ralf Schuster:
Wer komponiert ist ein Idiot.

Das Filmessay von Stefan Hetzel:
Komponieren heute

Dessen Blog:
Weltsicht aus der Nische

Seine Homepage:
www.stefanhetzel.de