Archive for Januar 2014

Geburtstag nicht vergessen!

Januar 26, 2014
Dorau2013

Andreas Dorau in der Bücherhalle (Pressefoto: Sönke Held)

50 Jahre Andreas Dorau Gala
(Various Artists, Bi Nuu, Berlin, 25.01.2014)

Am gestrigen Samstag fand im Berliner Bi Nuu die „50 Jahre Andreas Dorau Gala“ statt – eine Woche zuvor wurde so eine Show bereits in Hamburg veranstaltet. Denn an einem 19. Januar erblickte Andreas Dorau das Licht der Welt. Aber das war nicht der einzige Grund so eine Sause zu starten – vor kurzem erschienen gleich zwei Dorau-Alben – ein neues und eine Compilation – und da muss man schon mal auf die Pauke hau’n.

Der überaus bunte Abend wurde von einem Mann namens Markus von Schwerin an der akustischen Gitarre musikalisch eröffnet, bevor Andreas Dorau selbst die Bühne erklomm und als Trio, zusammen mit Tim Lorenz am Laptop und einem Schlagzeuger, bewährte Tracks der letzten zwei, drei Dekaden spielte.
Dann schneller Wechsel, statt Laptoper plötzlich Die Liga der gewöhnlichen Gentleman auf der Bühne, zusammen mit Dorau und einer Gastsängerin zwei Songs der neuen Platte „Aus der Bibliothèque“ darbietend: über das Flaschenpfand und die Bücherhalle im Hamburger Hühnerposten.

Zwischendurch durfte Maurice Summen (Die Türen) ein paar Songs zum Original-Dorau-Playback singen.
Stereo Total wirkten so als wären sie nur mal kurz auf den Sprung vorbeigekommen und spielten „Telefon“ so wie es nur Françoise und Brezel tun (für diesen Song fühlten sich in Hamburg Egotronic zuständig).
Hobby-Ornithologe und Texter so manchen Dorau-Liedes Wolfgang Müller (ex Die Tödliches Doris) sang rührend dilletantisch seine Version von „Blaumeise Yvonne“ und erschien später nochmals als Gastsprecher bei „Das Eis“.
Justus Köhncke präsentierte einen Smart Phone Minimal Electro Slow Motion Remix von „Fred vom Jupiter“ sowie seine Version von „Wasserstoff“, endlich wieder ein Stück aus dem aktuellen Album, das, wie er erwähnte, wohl im Möbel Olfe entstand.
Der Plan, in dessen Ata Tak Studio Dorau’sche Frühwerke aufgenommen wurden, nahmen sich die Freiheit, zwei Songs umzudichten. Da wird aus der Tante in Texas der Onkel aus Tonndorf und aus „Fred vom Jupiter…“ wird „Andreas Dorau ist ’ne coole Sau…“. Bei diesem Geburtstagsständchen tauchten sogar zwei der originalen Marinas auf. Als Abschluss des Auftritts von Der Plan – mit Diashow historischer Dorau-Fotos und selbstgemalten Masken – spielen sie noch „Alte Pizza“ – trotzdem lecker und tatsächlich trat diese ehemals Düsseldorfer Band erstmals seit Jahrzehnten anlässlich dieser Hamburg-Berliner Gala in Originalbesetzung auf.

Bevor am Ende der musikalische Staffelstab an DJ Penis übergeben wurde, gab der elektronische Andreas Dorau im zweiten Teil seines Konzerts noch mal richtig Gas. Furios bot er Lieblingslieder dar, auch seinen Zweit-Hit „Girls In Love“. Und als letzte Zugabe wurde schnell noch einmal Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen (teilweise ex Superpunk) auf die Bühne gescheucht um ein zweites Mal den Ohrwurm vom neuen Album zu rocken. „Fli Fli Fla Fla Flaschenpfand…“.

GZ,
26.01.2014

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Wat?

Januar 24, 2014

wat

Gesehen an der Trambahnhaltestelle Gontardstraße, Alexanderplatz, 10178 Berlin, Germany, 21.12.2013

Fantas Schimun in Gold

Januar 21, 2014

goldenballs

FANTAS SCHIMUN – Golden Balls
(LP / DL, KETO Recordings, KETO-001-2013, 2014)

Auf ihrer letzten Veröffentlichung, der Doppel-LP „Variationen über die Freiheit eines anderen / Der Himmel ist blau – Ein Alptraum in Stereo“ (erschienen 2010 bei ZickZack), wurde zum Mars geflogen – jetzt ist Fantas Schimun wieder „Back To The Present“, so der erste Songtitel ihres im Januar 2014 erscheinenden Albums „Golden Balls“, das auf ihrem eigenen Label KETO Recordings veröffentlicht wird – in den Darreichungsformen Vinyl und Download.

Acht eigentlich recht unterschiedliche Songs gibt es hier zu hören, die dennoch ein weitgehend gemäßigtes Tempo gemeinsam haben, alle irgendwie fast schon Nacht(sunterwegs)musik. Jazzklangfarben gebende Instrumente wie Kontrabass, Vibraphon oder Fender Rhodes Piano ertönen und tauchen die Musik in elegant nächtliches Blauschwarz. „Aaahrgh“ klingt fast so als hätte Bohren und der Club of Gore gute Laune. Bei „Bunch“ gibt es ein mehr oder weniger verstecktes Harry Belafonte-Zitat und beim sanft groovenden „Back To The Present“ die wie durch ein Telefon bis zur Unkenntlichkeit verfremdete Stimme von Max Müller (Mutter) zu hören. Es wird in verschiedenen Sprachen gesungen und nicht immer von Fantas Schimun selbst. Der in französischer Sprache mit sonorer Sprechstimme vorgetragene und von Akkordeon geprägte Song „Los Muertos“ erinnert mich warumauchimmer an Albert Marcoeur – dabei singt Kouassi Penicka. Und der Song, der mich warumauchimmer an Ursula Rucker erinnert wird von Elinor Mora vorgetragen.

Und dann gibt es auch noch diese wunderbare Version von „Hello“ (im Original von Lionel Richie), gesungen von einem imaginären (?), fast schon gospelig anmutenden Chor. Stimmen pur, in sich ruhend, voller Seele.

Eine Platte mit überraschender Deepness sowie herzergreifender, aber keineswegs ungebrochener Schönheit.

Download ist wohl ab Ende Januar 2014 verfügbar, das limitierte Vinyl kann man bereits bestellen. Nähere Infos zu den Bezugsquellen:
fantasschimun.wordpress.com

GZ,
20.01.2014

Schimun

Fantas Schimun in Schwarzweiss

 

Vor dem Konzert

Januar 19, 2014

UrbanLouis

Blick durchs Fenster, ungefähr 70 Minuten vor dem Konzert der Free Jazz Band BAUER 4 (Konrad aka Conny Bauer, Johannes Bauer, Matthias Bauer, Louis Rastig) im Urban Spree, Berlin-Friedrichshain, 18.01.2014

Danke!

Januar 10, 2014

KaetheKruse

Elke Käthe Kruse und ihre Tochter Edda Kruse Rosset (am Schlagzeug) als Inkarnation von Die Tödliche Doris, live Chöre und Soli neu interpretierend. Gesehen im Rahmen der Ausstellung „Danke! – Die Tödliche Doris – Käthe Kruse – 2013“ in der ZWINGER Galerie (Mansteinstr. 5, 10783 Berlin, Germany) am 09.01.2014.

Danke