Archive for the ‘Live’ Category

Hinweis: Das Akkordeon Salon Orchester live im Kvartira

Februar 14, 2015

SalonDuo

Das Akkordeon Salon Orchester live
Freitag, 20.02.2015, 20 Uhr
Kvartira 62, Lübbener Straße 18, 10997 Berlin-Kreuzberg
(U1 Schlesisches Tor)

Am kommenden Freitag spielt Das Akkordeon Salon Orchester in Minimalbesetzung – also wohl Ralf Schuster an Akkordeon und Stimme sowie Anne Stabler an Schellenkranz und Gesang – in der Kreuzberger Bar Kvartira 62, unweit der Madame Claude. Es werden auch ein paar kurze Kurzfilme gezeigt. Es beginnt wohl relativ früh – um 23 Uhr ist womöglich schon Schluss um dem Nachtleben nicht im Weg zu stehen.

Hier geht’s zum Videokanal von Ralf Schuster: => Vimeo

Und hier gibt es noch einen alten Poster aus Student Pogo Info-Zeiten zu sehen (Ralf Schuster firmiert immer noch unter dem Label Multi Pop): => Musik für Früh um 4

GZ

Freakshow: YOU CAN DANCE!

Februar 4, 2015
Foto: Monika Baus / artrockpics.com

Foto: Monika Baus / artrockpics.com

uKanDanZ, live at Cafe Cairo, Würzburg, 29.01.2015

„Jump to Addis: Europe Meets Ethiopia“ war die implizite Botschaft der denkwürdigen Freakshow ‎am 29.01.2015 im Würzburger Cairo. Und die explizite: „uKanDanZ“, sprich YOU CAN DANCE! Ihr oberster Botschafter ist Asnaqé Guèbrèyès aus der Kaffeeprovinz Sidamo, dessen Weg ihn als Trommler des blinden Sängers Mohammed „Jimmy“ Mohammed letztlich nach Lyon führte, wo er seit vier Jahren mit uKanDanZ ‚Ethniopian Crunch‘ anstimmt, Musik, wie er sie von The Ex und Zu kennengelernt hat. Dass es die Band nun auf dem Weg von Genf nach Kopenhagen in die Hauptstadt Freakaniens verschlug, hat gleich zwei Gründe, nämlich Benoit Lecomte (von Ni) am E-Bass und vor allem Guilhem Meier (von Poil) an den Drums. Freakischer als Poil geht’s kaum. Dazu röhrt und schwitzt Lionel Martin am Tenorsax, und Damien Cluzel (von Man Bites Dog und Kouma), der Guèbrèyès schon 2001 auf einem Sprung nach Addis Abeba begegnet war, cruncht harsche Gitarrenriffs.

Denkwürdig machte diesen Abend aber nicht die Musik allein, sondern das Publikum. Eingeladen waren nämlich jugendliche Flüchtlinge vom Horn von Afrika, um ihnen diesen Abend und diese Musik (inklusive einem Freigetränk) zu schenken. Und sie kamen. Aus der ganzen Umgebung, mit ihren Betreuer/innen von der Caritas/Don Bosco etwa und anderen Einrichtungen, dutzendweise Teenager, meistens Jungs, die anfangs zwischen schüchtern und cool schwanken. Unbekanntes muss beschnuppert, Bekannte müssen begrüßt werden. Was für ein Gewusel. Mit der nicht alltäglichen Situation gilt es erst mal klar zu kommen und mit der Crunchiness der Musik erst mal warm zu werden. Aber uKanDanZ heizt ein, so sehr, dass Lecomte, Meier und Martin bald die Oberkörper frei machen, um des Schweißes Herr zu werden. Auch Guèbrèyès kommt mit dem Wischen kaum mehr nach. Ein Timbre wie seines, das gibt es nur in Afrika, und seine Texte klingeln dem einen oder andern der jungen Hüpfer dann doch in den Ohren. Es wird gezuckt, es wird getanzt. Zu einer eigenwilligen Mixtur aus äthiopischen Liedern und europäischem Zunder, Jazzcore, Hardrock, ROCK’N’ROLL! Afrofunky as hell, und immer wieder auch mit Gefühlsüberschwang! Guèbrèyès gibt alles. Hört doch nur, wie er bei ‚Lantchi Biyé‘ mit ‚meckerndem‘ Vibrato großes Pathos inszeniert, wie er bei ‚Belomi benna‘ wie ein Esel i-at. Immer wieder fordert er dann auch mit rhythmisch wiederholten Rufen Resonanz ein. Doch erst als er sich ‚unters Volk‘ mischt, gibt es kein Halten mehr. Ein Kesser springt nun umgekehrt zu ihm auf die Bühne, um mit ihm zu shaken und sich mit Küsschen zu bedanken. Und der nächste tut’s ihm nach und posiert für die Freunde und die paar Girls, die es zu beeindrucken gilt. Wenn Multikulti immer so scheitert, dann bitte: Zugabe! Und die gibt es, bis zur Erschöpfung der Musiker, die einem ein wenig leid tun können. Alle feiern, nur sie müssen arbeiten. Danach gibt es noch ein bisschen kollektives Aftershow-Geschwofe zu rastasoftem Reggae. Einer sagt hinterher: Sowas gibt es sonst nur beim Sport – flache Hierarchien, organische Autorität und die spielerische Integration der kleinen Unterschiede. War das jetzt ein Beispiel für Freak-Politik? Jedenfalls war es ein Beispiel für: Tue Gutes und rede nicht groß drüber. Dem Würzburger Bürgersinn, der sich ja allmontäglich und nicht erst gegen die dumpfen Pegida-Parolen als aufgeweckt erwiesen hat, entspricht diese Freakshow jedenfalls in ihrer inoffiziellen Selbstverständlichkeit ganz gut. Ohne populistische Abstriche zu machen. Wem abendländische Kultur ein Anliegen ist, sollte, bei allem Respekt vor dem gut Gemeinten, die Ansprüche doch bitte etwas höher schrauben als auf Kaisermania- oder Grölemeyer-Niveau. Es muss ja nicht immer Charly sein, ein Je suis Asnaqé und Je suis Guilhem genügt vollkommen.

Rigobert Dittmann,
Bad Alchemy 84

Foto: Monika Baus,
artrockpics.com

Souvenir du Free Jazz (2)

Dezember 14, 2014

jazzhats

Erinnerungsstücke in Form verschiedener Aufkleber an die 12., 13. und 14. Leipziger Jazztage 1987 –1989.

Mehr zu lesen gibt es hier:
Stefan Hetzel über die 12. Jazztage Leipzig 1987
mr.boredom über 5 Tage DDR

The Germany Way Of Making Pop Exciting

Juli 8, 2014

BID88_FastWeltweit

Program note from the guide to the Berlin Independence Days ’88 on the label showcases of Fast Weltweit:

SHOWCASES

CAFE SWING
OCTOBER 10, 11, 12 [1988]
Nollendorfplatz 3 – 4, 1000 Berlin 30

„COME AND SEE THE GERMAN WAY OF MAKING POP EXCITING …“

… Say the Fast Weltweit label, a West German outfit dedicated to the promotion of pop in the vernacular. That is to say, their acts sing only in German. On each night of BID ’88 Fast Weltweit are presenting a package of six acts at the Cafe Swing. The shows start at 01.00 and run till 03.00. Admission is free. There is no set running order but the following bands will all be playing every night:

DER FREMDE
DIE BIENENJAGER
DIE TIME TWISTERS
BERNADETTE HENGST
DIE STERNE
JETZT!

Geburtstag nicht vergessen!

Januar 26, 2014
Dorau2013

Andreas Dorau in der Bücherhalle (Pressefoto: Sönke Held)

50 Jahre Andreas Dorau Gala
(Various Artists, Bi Nuu, Berlin, 25.01.2014)

Am gestrigen Samstag fand im Berliner Bi Nuu die „50 Jahre Andreas Dorau Gala“ statt – eine Woche zuvor wurde so eine Show bereits in Hamburg veranstaltet. Denn an einem 19. Januar erblickte Andreas Dorau das Licht der Welt. Aber das war nicht der einzige Grund so eine Sause zu starten – vor kurzem erschienen gleich zwei Dorau-Alben – ein neues und eine Compilation – und da muss man schon mal auf die Pauke hau’n.

Der überaus bunte Abend wurde von einem Mann namens Markus von Schwerin an der akustischen Gitarre musikalisch eröffnet, bevor Andreas Dorau selbst die Bühne erklomm und als Trio, zusammen mit Tim Lorenz am Laptop und einem Schlagzeuger, bewährte Tracks der letzten zwei, drei Dekaden spielte.
Dann schneller Wechsel, statt Laptoper plötzlich Die Liga der gewöhnlichen Gentleman auf der Bühne, zusammen mit Dorau und einer Gastsängerin zwei Songs der neuen Platte „Aus der Bibliothèque“ darbietend: über das Flaschenpfand und die Bücherhalle im Hamburger Hühnerposten.

Zwischendurch durfte Maurice Summen (Die Türen) ein paar Songs zum Original-Dorau-Playback singen.
Stereo Total wirkten so als wären sie nur mal kurz auf den Sprung vorbeigekommen und spielten „Telefon“ so wie es nur Françoise und Brezel tun (für diesen Song fühlten sich in Hamburg Egotronic zuständig).
Hobby-Ornithologe und Texter so manchen Dorau-Liedes Wolfgang Müller (ex Die Tödliches Doris) sang rührend dilletantisch seine Version von „Blaumeise Yvonne“ und erschien später nochmals als Gastsprecher bei „Das Eis“.
Justus Köhncke präsentierte einen Smart Phone Minimal Electro Slow Motion Remix von „Fred vom Jupiter“ sowie seine Version von „Wasserstoff“, endlich wieder ein Stück aus dem aktuellen Album, das, wie er erwähnte, wohl im Möbel Olfe entstand.
Der Plan, in dessen Ata Tak Studio Dorau’sche Frühwerke aufgenommen wurden, nahmen sich die Freiheit, zwei Songs umzudichten. Da wird aus der Tante in Texas der Onkel aus Tonndorf und aus „Fred vom Jupiter…“ wird „Andreas Dorau ist ’ne coole Sau…“. Bei diesem Geburtstagsständchen tauchten sogar zwei der originalen Marinas auf. Als Abschluss des Auftritts von Der Plan – mit Diashow historischer Dorau-Fotos und selbstgemalten Masken – spielen sie noch „Alte Pizza“ – trotzdem lecker und tatsächlich trat diese ehemals Düsseldorfer Band erstmals seit Jahrzehnten anlässlich dieser Hamburg-Berliner Gala in Originalbesetzung auf.

Bevor am Ende der musikalische Staffelstab an DJ Penis übergeben wurde, gab der elektronische Andreas Dorau im zweiten Teil seines Konzerts noch mal richtig Gas. Furios bot er Lieblingslieder dar, auch seinen Zweit-Hit „Girls In Love“. Und als letzte Zugabe wurde schnell noch einmal Die Liga der gewöhnlichen Gentlemen (teilweise ex Superpunk) auf die Bühne gescheucht um ein zweites Mal den Ohrwurm vom neuen Album zu rocken. „Fli Fli Fla Fla Flaschenpfand…“.

GZ,
26.01.2014

Vor dem Konzert

Januar 19, 2014

UrbanLouis

Blick durchs Fenster, ungefähr 70 Minuten vor dem Konzert der Free Jazz Band BAUER 4 (Konrad aka Conny Bauer, Johannes Bauer, Matthias Bauer, Louis Rastig) im Urban Spree, Berlin-Friedrichshain, 18.01.2014

Danke!

Januar 10, 2014

KaetheKruse

Elke Käthe Kruse und ihre Tochter Edda Kruse Rosset (am Schlagzeug) als Inkarnation von Die Tödliche Doris, live Chöre und Soli neu interpretierend. Gesehen im Rahmen der Ausstellung „Danke! – Die Tödliche Doris – Käthe Kruse – 2013“ in der ZWINGER Galerie (Mansteinstr. 5, 10783 Berlin, Germany) am 09.01.2014.

Danke

EVOL/VE

August 11, 2013

Bildschirmfoto 2013-08-11 um 18.48.24

FM Einheit together with Massimo Pupillo (not visible) as EVOL/VE live at A L’ARME! FESTIVAL 2013, Berlin, Germany, 10.08.2013

Branca Berlin

Juli 26, 2013

IMG_3052 - Arbeitskopie 2

Glenn Branca conducting his band live at Berlin Atonal, 25.07.2013

Zeitgeist Berlin Atonal

Juni 23, 2013

Berlin Atonal

Berlin Atonal versus Zeitgeist Berlin
(gesehen an der Danziger Straße, Ecke Kniprodestraße, 10407 Berlin-Prenzlauer Berg)

Seit ein paar Tagen fahre ich an diesem Berlin Atonal-Plakat vorbei, das außer einem Dutzend Großbuchstaben keine weiteren Informationen enthält. Berlin Atonal, das war doch so ein Festival in den 1980er Jahren, denke ich mir uns radle verwundert weiter. In der Tat wurde dieses Festival 1982 gegründet (von Dimitri Hegemann, Tresor) und fand das letzte Mal 1990 statt. Nun wird es „relaunched“. Ende Juli 2013 werden im Heizkraftwerk Mitte an sechs Tagen Künstler wie Glenn Branca, Frieder Butzmann, Jon Hassell oder Z’EV u.v.m. auftreten.

Das gesamte Programm kann man bei Berlin Atonal direkt begutachten.