Posts Tagged ‘OH!’

Five Sweets & A Half Of Meat

Februar 9, 2012

The Suzi Cream Cheese – Five Sweets & A Half Of Meat
(Cassette, OH!, OH!2, 1986)

Mitte August überrascht mich der Weihnachtsmann (Walter Bräutigam), indem er mir diese Cassette aufdrängt und sich dann per Vespa nach Scotland absetzte………..
Und so kam ich nun also zu der Ehre, mir diese C-32 von den Obereuerheimern The Suzi Cream Cheese anhören zu dürfen. Auf deren A-Seite sind 5 Live-Titel aufs Magnetband abgespeichert und alles klingt wie damals vor 20 Jahren als wir uns Velvet Underground und ähnliches anhörten. Man hört wieder gute Gitarrenriffs, getragen von Bass und Schlagzeug, die an den passenden Stellen mit Orgel garniert werden. Nicht übel. Vor allem die auf 8-Spur produzierte B-Seite hat es in sich: 15 Minuten lang wird hier „Dead Man’s Last Poem“ vorgetragen, das trotz der Länge nie langweilt, da es sich immer wieder in den Nuancen verändert und am Schluß endet alles in Agonie.
Also: OH! – Nicht übel.

Diese Göck & Dr. Türeng-Produktion auf dem Obereuerheimer OH!-Label gibt’s gegen 6,– DM p&p bei Gerald J. Gynther, Am Deutschen Michel 3, D-8722 Obereuerheim, West-Germany.

mr.boredom

Dieser Text stammt aus Heft No. 11 des 10.15 Megazine, vermutlich im Mai 1988 in Würzburg erschienen.

Die oben genannte Adresse stimmt natürlich nicht mehr.
Die aktuelle ist unter folgendem Artikel zu finden:
Penial

Halsteufel haben keine Chance mehr

Februar 9, 2012

Zur Orientierung

Various: Halsteufel haben keine Chance mehr – Der Obereuerheim-Sämpler
(Cassette, OH!, OH!1, 1984)

Obereuerheim ist ein Ortsteil der Gemeinde Grettstadt von 800 Einwohnern, unter denen sich phänomenal viele Musikfreaks befinden, so viele, daß sie letztes Jahr diesen Sampler produziert haben. Ein knallvolles Beiblatt informiert über die Aufnahmen, die Musiker, die Bands und ihr Leben. Bilder, Texte, sogar ein Kartenausschnitt. In dem Kaff links unten (Würzburg) ist leider nicht der Größe entsprechend viel los wie an der markierten Stelle rechts oben (Obereuerheim). Zur Einleitung wird auf diesem Info der Käufer – zurecht – zu seiner guten Wahl beim Erwerb dieser Cassette beglückwünscht. Es folgt die optimale Beschreibung ihres Inhalts: „Von Blasmusik bis zum Punk kannst Du auf dieser Cassette alles finden. Und als Bonbon obendrein bekommst Du eine bisher unbekannte Aufnahme der berühmten RESIDENTS, die – und das wird wahrscheinlich noch keiner geahnt haben – auch aus Obereuerheim stammen. Wahrscheinlich wirst Du keine der anderen Gruppen schon jemals gehört haben, aber darüber brauchst Du dir keine Sorgen zu machen, denn das sind solche Insidertips, daß sie teilweise nur 5 -10 Menschen auf dem ganzen Erdball bekannt sind. Aber das wird sich jetzt ändern!“.

PERRY RHODAN’S SEX SHOP BAND fängt an, sehr heavy, sehr frisch, perfekt. Sie spielen Punk „sehr gelegentlich. Sehr privat. Einmal im Jahr“. Vielleicht ist das ihre Stärke. So fetzig wie „Totensonntag“ klingt höchstens noch THE ONE & ONLY OBEREUERHEIM GROUP, „ein einmaliger Zusammenschluß von Musikern der unterschiedlichsten Stilrichtungen“‚. Eine Bandband, aber von ganz anderer Art als BAND AID! Aber mein Lieblingsstück ist „Abgebrannt“ von SPASMES, das hat gefunkt, ein Ohrwurm, energiegeladen, funky, guter Text, da stimmt einfach alles zu 100%. KOLBENFRESSER bringen die Vergangenheit, „Come On Louis“, eine wahre Stimmleistung. Später swingen sie noch. DR. HELGA TÜRENG („Fischkutter.) verschmilzt Text und Musik. Es ist überhaupt viel Experimentelles dabei, HERR BAHN z.B. erinnert leicht an CHROME. PLASTIKTÜTE „existiert schon seit 5 Jahren und ist eher berüchtigt als berühmt“. „Rap-Attack“ und hartes, gradlinigeres Gitarrenspiel. Die BLASKAPELLE, naja, auch Musik. „This is not a Song“ von PUBLIC RELATION IMAGE LIMITED (PRIL) und der Auftritt der legendären RESIDENTS – genial. Es ist alles vertreten, was es an neuerer, interessanter Musik überhaupt gibt, alle Richtungen von Dilettanten bis Perfektionisten, von Liedermachern (KONSTANTIN AMBROS) bis Punk.

Die Adresse:
DaDa-Bureau
/Gerald J. Gynther
Michaelspfeiler 33a
8722 Obereuerheim

DR. NO

Dieser zeitgenössische Tape-Review stammt aus 10.15 Megazine edit 5 und erschien im März/April 1985. Autor: Walter Bräutigam.

Die oben genannte Adresse stimmt natürlich nicht mehr.
Die aktuelle ist unter folgendem Artikel zu finden:
Penial